Die baden-württembergische Universität Stuttgart wurde 1829 als vereinigte Real- und Gewerbeschule gegründet. Sie ist seit 1876 technische Hochschule, ihren Universitätsstatus erhielt sie 1967. Die Uni Stuttgart ist im Wesentlichen ausgerichtet auf technische Fächer, denn 7 ihrer 10 Fakultäten haben eine typische TU Gliederung. Die technisch naturwissenschaftlichen Institute die früher in der Stadtmitte angesiedelt waren, befinden sich seit den 1960iger Jahren auf dem eigentlichen Campus in Stuttgart-Vaihingen.
Die Uni Stuttgart hat auch 20 spezielle Forschungsinstitute und arbeitet eng mit dem Fraunhofer Institut und dem Max Planck Instituten zusammen. An der Uni Stuttgart studieren ca. 19 879 Studenten, sie wird von Wolfram Ressel als Rektor geleitet, sie beschäftigt 2655 Mitarbeiter. Die Liste der berühmten Personen, die an der Uni Stuttgart entweder gelehrt haben, sowie auch ihre berühmten Studenten, zeigen sich in einer äußerst beeindruckenden Liste. Die Uni beherbergt unter anderen folgende Fakultäten: Architektur und Stadtplanung, Bau- und Umweltingenieurswissenschaften, Chemie, Energie-, Verfahrens- und Biotechnik, Informatik, Elektrotechnik und Informationstechnik, Luft- und Raumfahrttechnik und Geodäsie, sowie Konstruktions-, Produktions- und Fahrzeugtechnik.
Für Sie als interessierten Leser dürfte auch noch folgendes von Interesse sein, denn die Universität verfügt über ein Höchstleistungsrechenzentrum, welches in 1999 vom amerikanischen National Scince Foundation( NSF) für die ersten 2 Rechner die in einem Rechnerverbund zwischen Europa und den USA zusammengeschlossen wurden ausgezeichnet wurde. Außerdem ist jenen unter Ihnen die schon mal eine Wahlsendung gesehen haben, sicher bekannt dass das Rechenzentrum für Hochrechnungen benutzt wird. Aber das ist nicht das einzige, womit die Uni Stuttgart in die Schlagzeilen geraten ist. Denn im Sommersemester des Jahres 2005 ist die Mehrheit der Studierenden auf die sprichwörtlichen Barrikaden gegangen, als es um die Einführung von Studiengebühren ging.
Dieser Protest zog sich dann noch durch das Wintersemester 05/06 und zog sich hin bis zum Wintersemester 06/07, diese Protestaktionen haben Großdemonstrationen in der Stuttgarter Innenstadt zur Folge gehabt. An den Protesten beteiligten sich noch weitere Studenten von anderen Hochschulen des Landes Baden Württemberg, sowie die Gewerkschaften. Das Gesetz wurde allerdings doch beschlossen (am 15.12.2005), dies wurde von einem Großteil der Studierenden mit dem Studiengebührenboykott des WS 06/07 entgegnet, daraufhin haben nur 1377 Studenten die Gebühren entrichtet, es sollten aber 4200 Studenten ihre Studiengebühren einzahlen. Wie viele Universitäten, haben auch die Stuttgarter ihre finanziellen Probleme, dies wird sich wohl in der Zukunft mit dem Einsatz des Rotstiftes ausdrücken.
